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Gut geplant, sicher finanziert: Worauf es bei Bauprojekten ankommt

27.01.2026

Finanzierung, Förderung, Absicherung: In wirtschaftlich bewegten Zeiten kommt es bei Bau- & Sanierungsprojekten auf durchdachte Entscheidungen an. 

Bauen 2026: Tipps der Wohnbauexperten


Bauen, Sanieren oder Modernisieren zählt zu den größten Investitionen im Leben. Umso wichtiger sind eine solide Finanzierung und eine passende Absicherung. In einem sich verändernden Marktumfeld sind realistische Planung, fundierte Beratung und ein genauer Blick auf Förderungen entscheidend. Wohnbauspezialisten aus dem Bank- und Versicherungswesen geben Einblicke, worauf private Bauherren und Sanierer aktuell besonders achten sollten. 

FAQ - Antworten auf die wichtigsten Fragen

 

Wie beurteilen Sie aktuell die Finanzierungssituation für private Bauherren und Sanierer?


Mario Zangerl, Volksbank Tirol:

„Während der Erwerb von Neubauwohnungen aufgrund weiterhin hoher Immobilienpreise herausfordernd bleibt, profitieren insbesondere Saniererinnen und Sanierer von attraktiven Fördermöglichkeiten und einem wieder stabileren Zinsniveau.“

Wolfgang Schönfelder, Hypo Tirol Bank:

„Grundstücks-, Bau- und Sanierungskosten sind nach wie vor hoch – umso wichtiger ist es, dass eine Finanzierung auch langfristig bedienbar ist und auch bei Änderungen der Lebenssituation tragfähig bleibt.“

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

„Die derzeitige Finanzierungssituation bietet viele Chancen für gut geplante Projekte – vor allem für jene, die sich frühzeitig informieren und eine klare Strategie entwickeln.“


Welche Auswirkungen haben die aktuellen Zins- und Marktbedingungen auf Bau- und Wohnkredite?

Mario Zangerl, Volksbank Tirol:

„Das gesunkene Zinsniveau bei variablen Finanzierungen wirkt sich spürbar auf die monatlichen Kreditraten aus. Fixzinsen liegen zwar etwas höher, bieten aber Kalkulierbarkeit und Sicherheit.“

Wolfgang Schönfelder, Hypo Tirol Bank:

„Schon wenige Zehntelprozent Unterschied beim Zinssatz können sich über 20 oder 30 Jahre deutlich auf Gesamtkosten und Monatsrate auswirken. Die bewusste Entscheidung für ein Zinsmodell gewinnt daher stark an Bedeutung.“

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

„Die aktuellen Marktbedingungen begünstigen eine nachhaltige Finanzierungsplanung mit Fokus auf langfristige Stabilität und individuelle Lösungen.“


Worauf sollten Häuslbauer bei der Finanzierungsplanung besonders achten?

Mario Zangerl, Volksbank Tirol:

„Baukostenüberschreitungen sind keine Ausnahme, sondern häufig Realität. Deshalb sollten ausreichend Reserven eingeplant und frühzeitig Bank- und Förderspezialisten eingebunden werden.“

Wolfgang Schönfelder, Hypo Tirol Bank:

„Entscheidend ist eine realistische Gesamtkostenrechnung inklusive Nebenkosten sowie ein Sicherheits- und Liquiditätspuffer für Unvorhergesehenes.“

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

„Neben den Baukosten sollten auch Reserven für Unvorhergesehenes eingeplant werden. Wer frühzeitig verschiedene Szenarien durchspielt und sich professionell beraten lässt, schafft Sicherheit und Flexibilität.“


Welche Rolle spielen Förderungen und wie lassen sich diese sinnvoll kombinieren?

Mario Zangerl, Volksbank Tirol:

„Viele Bauherren sind überrascht, wie umfangreich die Fördermöglichkeiten tatsächlich sind, wenn man sich rechtzeitig informiert.“

Wolfgang Schönfelder, Hypo Tirol Bank:

„Gerade bei Sanierungen ist es sinnvoll, Förderungen frühzeitig zu prüfen und in Zeitplan und Finanzierung zu integrieren – idealerweise bevor Aufträge vergeben werden.“

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

„Förderungen können in Kombination mit maßgeschneiderten Finanzierungsmodellen die die Liquidität erhöhen und die Kosten langfristig senken.“


Welche Absicherungen sind bei Bau- oder Sanierungsprojekten besonders wichtig?

Franz Mair, Tiroler Versicherung:

„Bauherrenhaftpflicht, Bauwesen- und Rohbauversicherung sind entscheidend, um Schäden während der Bauphase abzusichern.“

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

„Zusätzlich sind Risikoabsicherungen für die Finanzierung wichtig, um unerwartete Ereignisse abzufedern und Projekte stressfrei umzusetzen.“

Mario Zangerl, Volksbank Tirol:

„Ablebensversicherungen bieten wichtigen Schutz für Angehörige und erhöhen die langfristige finanzielle Sicherheit.“


Welche Fehler oder Risiken werden häufig unterschätzt?

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

„Die Bedeutung finanzieller Puffer wird oft unterschätzt – ebenso die langfristige Tragbarkeit der Finanzierung.“

Wolfgang Schönfelder, Hypo Tirol Bank:

„Unvorhergesehene Zusatzkosten, Bauzeitverlängerungen oder Einkommensschwankungen werden häufig nicht ausreichend berücksichtigt.“

Franz Mair, Tiroler Versicherung:

„Naturgefahren werden oft zu spät mitgedacht, obwohl sich mit einfachen baulichen Maßnahmen große Schäden vermeiden lassen.“


Welche Tipps geben Sie Bauinteressierten für 2026 mit?

Wolfgang Schönfelder, Hypo Tirol Bank:

  1. Frühzeitig und strukturiert planen: mit Haushaltsrechnung, Nachweis bereits vorhandener Eigenmittel, realistischer Kostenaufstellung und einem klaren Zeitplan.
  2. Überraschungen vermeiden: Nebenkosten und einen realistischen Sicherheits-/Liquiditätspuffer von Anfang an fix mitrechnen.
  3. Förderungen nutzen: frühzeitig informieren, Voraussetzungen und Fristen prüfen und die Förderung in Kostenplan, Zeitplan und Finanzierung einarbeiten – idealerweise bevor Aufträge vergeben werden.

Mario Zangerl, Volksbank Tirol:

„Für Bauinteressierte im Jahr 2026 raten wir insbesondere zu einer energieeffizienten Planung zur Reduktion der laufenden Betriebskosten, zur Berücksichtigung möglicher Schwankungen bei Baupreisen und Materialverfügbarkeiten sowie zu einer frühzeitigen Information über Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten – idealerweise noch vor Beginn der konkreten Planung.“

Martin Modersbacher, Tiroler Sparkasse:

  1. Frühzeitig planen: Je eher Sie starten, desto mehr Optionen haben Sie.
  2. Förderungen nutzen: Informieren Sie sich über regionale und nationale Programme – so können Sie bares Geld sparen.
  3. Flexibilität einbauen: Planen Sie Reserven und variable Lösungen ein, um auf Veränderungen reagieren zu können.
     


Persönliche Beratung auf der Messe

Vertiefende Informationen, individuelle Beratung und konkrete Angebote erhalten Interessierte auf der Tiroler Hausbau & Energie Messe Innsbruck von 30. Jänner bis 1. Februar 2026. Beraterinnen und Berater der Banken und Versicherungen stehen vor Ort für persönliche Gespräche zur Verfügung und informieren über Finanzierungsmöglichkeiten, Förderungen und sinnvolle Absicherungen, von der ersten Idee bis zur Umsetzung. Die Messe bietet damit eine ideale Plattform, um Bau- und Sanierungsprojekte auf ein solides finanzielles Fundament zu stellen.

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